Alles begann mit einer Reise. Die beiden jungen Schweizer Musiker Jul Dillier und Pascal Eugster reisten im Sommer 2013 gemeinsam in das Westafrikanische Land Burkina Faso. Ihr Ziel: die Afrikanische Kultur, Mentalität, Spiritualität und die daraus gewachsene Musik hautnah zu erleben und sich mit anderen Musikern aus diesem Land auszutauschen, um schliesslich ihre eigene Kultur besser zu verstehen und kritsch zu hinterfragen.

 

Durch zwei in der Hauptstadt Ouagadougou lebende Freunde haten sie die Möglichkeit, während vier Wochen den Alltag in Burkina mitzuleben und mit mehreren Musiker - traditionelle sowie moderne - aus den Städten Ouagadougou sowie Bobo Dioulasso bekanntschaft zu machen. So auch an die Formaton "Yeko Youma" aus Bobo Dioulasso, eine junge, vierköpfge Gruppe, die in der Traditon der burkinischen Balafon-Musik steht. Im gemeinsamen Gespräch zeigte sich ein grosses gegenseitges Interesse, persönlich und musikalisch. Sehr schnell entstand die Idee für ein gemeinsames Projekt, eine "associaton musicale", bei man sich austauschen und voneinander lernen könnte.

 

Zurück in der Schweiz machten sich Diller und Eugster an die Planung des Projekts und gaben ihr Konzept schliesslich bei einer Auschreibung für Werkbeiträge der Kantone Obwalden und Nidwalden ein - und hatten auf Anhieb Erfolg damit.

Dank dem Werkbeitrag von 20'000.-, konnten die hohen Fixkosten für dieses Projekt bewältigt werden, "Frères de Son" war geboren!

 

Musik ist eine Sprache, die weltweit verstanden wird. Dies war eine der wunderbaren Erfahrungen, die wir in Burkina Faso machen durften. Denn so begrenzt unsere Sprachkenntnisse auch waren, sobald zu den Instrumenten gegriffen wurde, gab es keine Fragen mehr. Auch wenn wir unsere Mitmusiker erst einige Minuten kannten, nach dem ersten gemeinsamen Stück waren wir Brüder; keine Blutsbrüder, aber Klangbrüder: frères de son.

Durch die Musik konnten ich vielen Menschen in Burkina Faso näher kommen, als es sonst für einen weissen Touristen während der kurzen Zeit von vier Wochen möglich ist. Diese Erfahrung möchten wir weitergeben.